Autorarchiv: Simone

Das Glas ist halb voll: The Force Awakens

Mainstream-Blockbusterkino kann per definitionem keine Vision, kein ganz großer Wurf, keine artistische Reise zu neuen Ufern sein, sondern muss ein großer, niedrigschwelliger Kompromiss werden: Es soll alle ins Kino locken und allen glänzende Augen machen.
Bei diesem faszinierenden Monster hat unter anderem George Lucas’ Star Wars Geburtshilfe geleistet – und The Force Awakens ist ein lupenreiner

Spoil me, baby!

Der Spoiler war dieser Tage gefühlt das größte Verbrechen, das man an der Menschheit begehen konnte. Kennt man ja von Harry Potter oder Lost, aber diesmal hat das Ganze so gigantische Ausmaße angenommen, dass kaum jemand einen inhaltlich angehauchten Piep über das sehnlichst erwartete Werk von sich gibt – es geht natürlich um Star Wars:

Ein neues Land für alle

Wenn ein Buch derzeit allerorten, besonders aber in den Ecken und Enden des Landes, „gelesen“ werden sollte, ist es Shaun Tans Ein neues Land.
Es gibt kaum eine Möglichkeit, sich anschaulicher, unvoreingenommener oder schöner mit dem Thema der Ankunft in einem neuen, unbekannten Land nach der Flucht aus der Heimat auseinanderzusetzen. Dieses Buch schafft das, was

Poesie vom Käferforscher

Hat man gerade ein paar Stunden aus der eleganten, knapp-prägnanten englischen Sprache übersetzt, kommen einem mitunter Zweifel: Deutsch, was bist du für eine klotzige Umstandssprache? Wie soll man sich da verständlich machen? Ugh? Ugh! Um diesen Zustand geistiger Verwirrung zu beheben, könnte man zu den großen Dichtern und Denkern greifen und das Sprachbild wieder gerade

Mythos und Merchandising: Star Wars

Zum Star Wars-Franchise habe ich – wie vermutlich die meisten Genre-Freunde in meinem Alter – eine lange Beziehung, und durch meine Übersetzungsarbeit an verschiedenen Star Wars-Publikationen für junge Leser habe ich mich in letzter Zeit wieder vermehrt damit beschäftigt. Dabei kommt die Frage auf: Sehe ich mich als Fan? Und ist Star Wars heute überhaupt

Virtuelle Wunderkammer (Oktober 2014)

Bei den meisten sozialen Netzwerken gibt es ein Äquivalent zum Like-Button, das man nutzen kann, um Gefallen, Zustimmung, Kenntnisnahme auf schnellstmöglichem Wege auszudrücken. Mit der Möglichkeit, Favoriten zu markieren, sammelt man allerdings auch Beiträge, die einem gut gefallen. Damit sie nicht ewig vergammeln und sich zu virtuellen Stapeln auftürmen, die mit wankenden Bücherstapeln konkurrieren, sichte

Jonah Lehrer: Imagine!

Ich bin ehrlich: Leute, die mir erklären wollen, wie das Gehirn funktioniert, haben einen schweren Stand. Ich bin kein großer Fan der teils präskriptiven Gültigkeit, die wir den Erkenntnissen der Neurowissenschaften zugestehen, und habe das Gefühl, dass damit viel Schindluder getrieben wird.
Imagine!, das sich dem Untertitel nach aus diesem Umfeld bedient und auch noch die

Viel Buch, wenig Blog – Round-up der letzten sechs Monate

Mein letztes halbes Jahr war für sämtliche Schreibimpulse wie eine Naturkatastrophe. Was ich aus dem Notstromaggregat holen konnte, hat gerade zum Brötchenverdienen gereicht. Für Bloggen und andere eigene Texte war kaum Raum. So langsam steigt der Energielevel aber wieder, und im ersten Blog-Versuch nach der langen Pause möchte ich kurz umreißen, woran ich in den

Das Lied vom Gewürm

Manchmal gibt es Zeiten, da muss man Gift und Galle speien. So eine Zeit erlebe ich gerade, aber es ist mir noch nicht möglich, das Erfahrene zu transformieren und etwas anderes daraus zu machen. Deswegen stellvertretend ein alter Text von mir, der auch aus einer solchen Zeit stammt – und sich an klassischen Balladen orientiert

Andere Blogs haben auch schöne Artikel (2)

Den zweiten Satz Blogs aus meiner Linkliste möchte ich mit Lake Hermanstadt beginnen, wo hauptsächlich Anubis Rezensionen, Kritik an der Phantastik-Literatur und -Szene und Gedanken über ihre Schnittstelle zum Politischen postet, außerdem gibt es immer wieder Ausflüge zum Film. Tolkien nimmt einen prominenten Platz im Blog ein und wird fundiert diskutiert, außerdem ist Anubis immer